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Mein KI-Assistent kennt meine Kunden, liest meine Mails und verwaltet meine Tasks – per WhatsApp

Per WhatsApp auf HubSpot-Deals zugreifen, Tasks in Waveboard anlegen und E-Mails beantworten – mit OpenClaw als selbst gehostetem KI-Agenten. So sieht mein Setup aus.

Joshua Kresse
Joshua Kresse
Founder · Pipewave

Mein KI-Assistent kennt meine Kunden, liest meine Mails und verwaltet meine Tasks – per WhatsApp

Ich schreibe morgens auf WhatsApp: „Was sind meine offenen Deals?" und bekomme eine Liste mit Stage, Betrag und Close Date. Direkt aus HubSpot. Kein Browser, kein Login, kein Suchen.

Das mache ich seit ein paar Wochen so. Und es hat verändert, wie ich arbeite.

Zu viele Tools, zu viel Wechsel

Mein Arbeitstag als Freelancer sieht so aus: HubSpot auf für einen Kontakt. Rüber ins Projektmanagement, Task anlegen. Postfach checken, entscheiden was wichtig ist. Follow-up schreiben. Zurück ins CRM. Timer starten. Timer vergessen.

Jeder Wechsel zwischen Tools kostet ein paar Sekunden. Aber vor allem kostet er Fokus. Du bist gerade in einem Gedanken, wechselst kurz ins CRM, und der Gedanke ist weg.

Ich habe mal einen Tag lang mitgezählt. 40+ Tab-Wechsel. Davon waren die meisten nur kurze Informationsabfragen: Wie heißt der Ansprechpartner? Was war der letzte Stand? Welche Tasks sind offen?

Ein Assistent, ein Interface

Ich nutze OpenClaw – einen KI-Agenten, den ich auf meinem eigenen Server betreibe. Das Interface ist WhatsApp.

Der Agent hat Zugriff auf:

  • HubSpot – Kontakte, Deals, Aktivitäten
  • Waveboard – Tasks, Projekte, Zeiterfassung
  • Mein E-Mail-Postfach – alles, was heute reingekommen ist

Kein neues Tool, keine neue App. Ich schreibe dem Agenten wie einem Kollegen.

E-Mails: Lesen, sortieren, antworten

Mein Postfach ist ein Sammelbecken. Rechnungen, Newsletter, Kundenanfragen, automatische Benachrichtigungen von GitHub und HubSpot. Alles in einem Topf.

Früher habe ich morgens 15–20 Minuten gebraucht, um das zu sortieren. Jetzt frage ich:

„Welche Mails sind heute reingekommen?"

Der Agent gibt mir eine Zusammenfassung: Wer hat geschrieben, worum geht es, was braucht eine Antwort. Ich kann mich auf die Mails konzentrieren, die tatsächlich eine Reaktion brauchen.

Wenn ich antworten will:

„Schreib eine Antwort an den Kunden – ich kann den Termin nächste Woche Dienstag bestätigen"

Er kennt den Kontakt aus HubSpot, kennt den Kontext aus der Mail, und formuliert eine Antwort. Die schaue ich kurz an, passe gegebenenfalls an, und schicke sie ab. Fertig.

Tasks und Zeiterfassung ohne Tool-Wechsel

Meine Projekte verwalte ich in Waveboard – Kanban-Boards, Zeiterfassung, Rechnungen. Der Agent hat vollen Zugriff.

Task anlegen:

„Erstelle eine Task im Pipewave-Projekt: Blog Artikel schreiben, fällig morgen, Todo-Spalte"

Die Task taucht in Waveboard auf. Richtige Spalte, richtiges Datum.

Tagesplanung:

„Was steht heute auf meinem Today Board?"

Sofort eine Übersicht: Welche Tasks aus welchen Projekten, mit Priorität.

Zeiterfassung starten:

„Starte einen Timer für das aktuelle Projekt"

Timer läuft. Kein Tab-Wechsel, kein Klicken durch die Oberfläche.

Einzeln betrachtet spart jede dieser Aktionen vielleicht 30 Sekunden. Aber ich mache das am Tag zehn- bis fünfzehnmal. Das läppert sich.

OpenClaw WhatsApp Konversation

CRM-Zugriff in Sekunden

HubSpot hat viele Informationen. Das Problem ist selten, dass die Daten fehlen. Das Problem ist, sie schnell genug zu finden.

Vor einem Kundengespräch:

„Zeig mir alle Infos zum Ansprechpartner bei Firma XY"

Kontaktdaten, letzte Aktivitäten, offene Deals. In drei Sekunden statt drei Minuten.

Pipeline-Check:

„Welche Deals habe ich gerade offen?"

Liste aller aktiven Deals mit Stage und Betrag. Direkt aus HubSpot, direkt in WhatsApp.

Lead nachschlagen:

„Gibt es in HubSpot einen Kontakt von beispiel-firma.de?"

Ja oder nein, mit den relevanten Details. Kein Einloggen, kein Suchen.

Ich nutze das besonders oft unterwegs. Kurz vor einem Termin im Auto, auf dem Weg zum Meeting, zwischen zwei Calls. Situationen, in denen ich früher nicht schnell genug an die Infos gekommen bin.

Was technisch dahinter steckt

Das Setup ist kleiner als man denkt:

  • OpenClaw als KI-Agent, selbst gehostet auf meinem eigenen Server
  • WhatsApp als Interface über die offizielle Business API
  • API-Verbindungen zu HubSpot, Waveboard und meinem Mailserver

Alle Daten bleiben auf meinem Server. Kein Drittanbieter sieht meine Kundendaten oder Mails. Das war mir bei der Wahl des Tools wichtig – gerade weil CRM-Daten und E-Mails im Spiel sind.

Was das für dein Business heißen kann

Ich baue dieses Setup auch für Kunden auf. Die typische Konfiguration:

  • KI-Agent verbunden mit deinem CRM (HubSpot oder andere)
  • E-Mail-Zugriff mit Zusammenfassungen und Antwort-Entwürfen
  • Projektmanagement-Anbindung per Chat
  • Morgen-Briefings: Neue Mails, offene Tasks, aktive Deals
  • Individuelle Anbindungen an deine vorhandenen Tools

Das Setup steht in der Regel innerhalb weniger Tage. Kein langes Projekt, kein aufwändiges Onboarding. Die meiste Zeit geht für die saubere Anbindung deiner Systeme drauf – nicht für das Tool selbst.

Wenn du wissen willst, wie das für deine Situation aussehen könnte, schreib mir. Ich schaue mir an, welche Tools du nutzt und wo ein KI-Agent dir tatsächlich Zeit spart.

joshua@pipewave.de oder direkt über das Kontaktformular auf pipewave.de


Joshua Kresse ist Gründer von Pipewave UG. Pipewave automatisiert Marketing- und Vertriebsprozesse für Startups und B2B-Unternehmen.